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2012

Berichte / Bilder / Spieltage und Turniere

BJ2010

BJ2010


Cottbuser Red Rollers gewinnen auch in Freiberg beide Spiele

51 : 34 Sieg gegen Lions Dresden und 60 : 54 Sieg gegen RSV Eintracht Stahnsdorf


Parallel zueinander spielten die Cottbuser Red Rollers und die Zwickauer Rollis um Punkte im Rollstuhlbasketball, aber auch um die Spitzenposition in der Regionalliga Ost.

Die Rollis vom LC Cottbus hatten in Freiberg die Gastgeber der Dresdener Rolling Lions und die starken Spieler von Eintracht Stahnsdorf vor der Brust, während sich Zwickau in Berlin mit den gastgebenden Hot Peppers und dem RSC Berlin auseinandersetzen musste.

Beide Teams erfüllten ihre Aufgaben vorbildlich und somit wird es wohl erst am letzten Spieltag endgültig feststehen, wer Meister der Regionalliga in der Staffel Ost wird und damit das Recht hat, gegen die Ersten aus den Staffeln Nord und West um den Aufstieg in die Zweite Bundesliga Nord anzutreten.

Gegen die Dresdener Löwen starteten die Cottbuser konzentriert und erreichten schnell einen 7-Punkte Vorsprung. Doch Dresden fing sich und nach dem ersten Viertel war Gleichstand (13 :13) auf der Anzeigetafel zu vermelden. Danach hielt die Rollers-Abwehr die Dresdener Centerspieler besser vom Korb fern und so konnte bis zur Halbzeitpause ein kleiner Vorsprung aufgebaut (27 : 21) werden. Im dritten Viertel brach Dresden dann regelrecht ein. Nicht ein einziger Wurf führte zu Punkten, während auf Cottbuser Seite die Angriffssysteme ruhig durchgespielt wurden und entweder über ihre Center oder durch den an diesem Tage überragend agierenden Pointgard Falk Friedrich zum Korberfolg führten. Jetzt wuchs der Vorsprung auf 20 Punkte, der Sieg war eigentlich schon fast klar und Cottbus verwaltete diesen Vorsprung. Kräfte mussten gespart werden, denn unmittelbar im Anschluss danach wartete der unbequeme Gegner aus Stahnsdorf. So war der Endstand von 51 : 34 nur Ergebnis eines Spieles, aber nicht des wahren Leistungsvermögens der Red Rollers.

Spielertrainer Ronny Kiethe hatte mit seiner Maßnahme Recht, möglichst im ersten Spiel des Tages Kräfte zu sparen, denn alle vier Viertel dieses Vergleiches mit Stahnsdorf sollten eng umkämpft, trotzdem sehr fair und aber knapp im Ausgang werden. Der Kräfteverschleiß aus dem ersten Matsch war den Cottbuser Rollis anzumerken, zumal Stahnsdorf durchweg aus allen Entfernungen Korbgefahr ausstrahlte. Nach einem knappen 16 : 14 nach den ersten zehn Minuten konnte der Vorsprung bis zur Halbzeitpause (30 : 23) auf sieben Punkte ausgebaut werden. Ausschnaufen war angesagt, so sollte es auch weitergehen. Center Schulze traf stabil, somit war Optimismus auf den nächsten Sieg angesagt. Immerhin aber war in dieser Saison Stahnsdorf die einzige Mannschaft, die den Spitzenreiter aus Zwickau schon einmal besiegt und im Rückspiel die nochmalige Sensation nur äußerst knapp verpasst hatte. Die beiden verbleibenden Viertel verliefen wie die Ersten. Das Spiel blieb absolut ausgeglichen und am Ende konnten die Red Rollers sich über ihren zweiten Tageserfolg freuen. 60 : 54 lautete das Endresultat und Cottbus bleibt weiter im Titelrennen.

In dieser Form könnte Stahnsdorf durchaus am kommenden Wochenende den zur Zeit auf Platz drei liegenden RSC Berlin schlagen.

Parallel zum Freiberger Spieltag wurde auch in Berlin gespielt.

Gastmannschaften waren dort der RSC Berlin und der Spitzenreiter RSC Rollis Zwickau.

Ergebnisse: Hot Peppers Berlin gegen RSC Berlin 38 : 54

RSC Rollis Zwickau gegen RSC Berlin 80 : 61

Hot Peppers Berlin gegen RSC Rollis Zwickau 30 : 64

Zwickau ließ sich auch vom RSC Berlin nicht überraschen. Damit dürfen sich die Red Rollers in ihrem Heimturnier Anfang März keinen Ausrutscher mehr leisten, wenn sie sich die Chance erhalten wollen, durch einen Sieg in Zwickau doch noch den ersten Platz zu erringen, um damit das Relegationsturnier um den Aufstieg zur zweiten Bundesliga zu erreichen.

Auf Cottbuser Seite erfolgreich waren: Stoy, Frank 12, Stoy, Rene 14, Schulze 46, Friedrich 35, Reichardt 2 und Kolkwitz 2 Punkte.

Bericht: Burghard Zimmer


Cottbuser Red Rollers sichern Tabellenplatz Zwei, wollen aber mehr !

64 : 36 Sieg gegn SGH Berlin 1 und 62 : 51 Sieg gegen RSC Berlin

Am gestrigen Samstag endschieden unsere Rollstuhlbasketballer endgültig, wer noch eine ernsthafte Konkurrenz auf den Staffelsieg in der Regionalliga Ost darstellt. Die Red Rollers Cottbus sicherten sich durch zwei Siege gegen die Berliner Gegnerschaft diesen zweiten Platz und können damit noch aus eigener Kraft dem Spitzenreiter RSC Zwickau 2 gefährlich werden. Doch bis dahin sind weitere vier Siege erforderlich, ehe am 11. März in Zwickau der große Showdown starten kann.

Schon am kommenden Samstag warten in Freiberg die Mannschaften aus Dresden und Stahnsdorf, um den Cottbuser Rollis eventuell ein Bein zu stellen.

Im ersten Spiel des Tages hieß der Gegner SG Handicap Berlin. Die Berliner Mannschaft war nur mit fünf Spielern angereist und hatte damit keinerlei Wechseloptionen. Sie hatten nichts zu verlieren und waren in der Vergangenheit immer für eine Überraschung gut. Dies war wohl auch der Grund, weshalb sie auch nach drei Minuten in Führung lagen. Nach einer Auszeit, wo Trainer Paulo an die Cottbuser Tugenden appellierte, lief es dann endlich rund im Rollers Angriff. Bis zur Viertelpause wurde das Spielergebnis klar gerückt 21 : 7 für Cottbus und fortan konnte munter gewechselt werden, um die Kräfte für den weitaus schwereren Vergleich mit dem RSC Berlin zu sparen. Zur Halbzeit noch 37 : 21 führend, bauten die Rollers auch in der zweiten Hälfte den Vorsprung über die Zwischenstände 53 : 27 bis auf das Schlussresultat von 64 : 36 aus.

Spielerisch nicht berauschend, aber klar gewonnen, so ein treffender Kommentar der ca. 30 Zuschauer, die den Weg in die Lausitz-Arena gefunden hatten. Im Anschluss spielte die SGH Berlin gegen den RSC Berlin und verlor auch dieses Spiel deutlich mit 69 : 38. Damit bleiben sie in der unteren Tabellenhälfte und müssen ihre Hoffnung auf eine bessere Platzierung auf das kommende Spieljahr verschieben.

Den Abschluss des Turniertages in Cottbus bildete der Konkurrenten RSC Berlin und Red Rollers Cottbus. Beide Vereine hatten vor Saisonbeginn als Ziel die Relegationsrunde zur 2. Bundesliga ausgegeben, doch drei bisherige Niederlagen brachten den RSC Berlin in Zugzwang. Sie mussten ihre Cottbuser Gegner unbedingt mit mindestens 7 Korbpunkten Differenz schlagen, um selbst noch eine Minimalchance zu erhalten, ihr Ziel irgendwie zu erreichen.

Über der Halle der kleinen Lausitz-Arena lag so etwas wie Krimi-Stimmung. Cottbus begann konzentriert wie schon lange nicht, führte schnell 6 : 0, aber das besagt beim Basketball gar nichts, denn schon Mitte des ersten Viertels hatten die Berliner die Führung an sich gerissen. 10 : 10 endete das erste Viertel, die Abwehrreihen hielten auf beiden Seiten dicht. So ging es bis kurz vor der Halbzeitpause ständig hin und her. In der letzten Minute konnten die Rollers mit zwei Schnellangriffen den Pausenstand von 26 : 22 sichern. Doch Berlin stellte auf eine aggressive Pressdeckung um und erzielte damit mit Beginn der zweiten Halbzeit auch schnell Wirkung. Acht Punkte in Folge und Cottbus rollte einem Rückstand hinterher, aber ließ sich nicht entmutigen. In dieser Phase riss Mathias Zieschow das Spiel an sich und setzte fast jedem Ball erfolgreich nach und konnte so seine beiden Centerspieler Stefan Schulze und Rene Stoy bedienen, die dann auch trafen. Langsam wurde die Hoffnung auf einen erneuten Cottbuser Sieg immer wahrscheinlicher.

Vor dem letzten Viertel führten unsere Red Rollers nun mit 44 : 39. Erneut war es M. Zieschow, der mit zwei Sologängen die Berliner Abwehr austanzte und so deren Bemühen um Resultatsverbesserung in Grenzen hielt. Als die Cottbuser Rollis dann zwei Minuten vor Spielende sogar mit 15 Punkten Vorsprung führten, war alles Andere nur noch Kosmetik, am Ende siegten sie klar mit 62 : 51 und können weiter von Angriff auf den Tabellenführer Zwickau träumen.

Parallel zum Cottbuser Spieltag wurde auch in Berlin bei den Hot Peppers gespielt. Gastmannschaften waren dort Stahnsdorf und Halle.

Damit ergibt sich in der unteren Tabellenhälfte die deutliche Tendenz, dass der Aufsteiger Halle wohl erneut in die Oberliga zurücksteigen wird, wenn in den verbleibenden Spielen nicht noch ein Wunder geschieht und endlich auch Siege erzielt werden.

Auf Cottbuser Seite erfolgreich waren: Stoy, Frank 16, Stoy, Rene 50, Schulze 23, Friedrich 8, Zieschow 23, Reichardt 2 und Neumann 4 Punkte.


Bericht: Burghard Zimmer


Cottbuser Red Rollers sichern Tabellenplatz Zwei Halle

70 : 54-Niederlage gegen Zwickauer Rollis und Kantersieg 84 : 39 gegen RBC Halle

Das erste große Kräftemessen um den Tabellenplatz Eins und somit um die Teilnahme zur Relegation um den Aufstieg in die 2. Bundesliga haben unsere Red Rollers gestern beim Gastgeber und Spitzenreiter RSC Rollis Zwickau 2 zwar verloren, aber für den weiteren Verlauf der Saison kann das nur Anreiz für noch größere Anstrengungen sein.

Das dienstlich bedingte Fehlen ihres Topscorer`s der vergangenen Jahre, Stefan Schulze, sowie die geringen Möglichkeiten zum Spielerwechsel waren an diesem Tag wohl der Hauptgrund für die Niederlage.

Bis zur Halbzeit wogte das Spiel ständig hin und her (34 : 32), keine der Mannschaften erreichte einen größeren Vorsprung. Die Foulbelastung der Red Rollers zu diesem Zeitpunkt war aber schon bedenklich, beide Pointgards mit vier persönlichen Fouls an der Grenze angelangt, das konnte in der zweiten Halbzeit nicht gut gehen. Zwickau übernahm jetzt immer mehr die Initiative, setzte alle zwölf Spieler ein, bei Cottbus schwand auch zunehmend mit den Kräften die Konzentration und Genauigkeit beim Wurfabschluss.

Mit 12 : 6 und 27 : 16 gingen somit die beiden Viertel der 2. Halbzeit klar an die Muldestädter und damit auch die Herbstmeisterschaft.

Ihr Ziel, am Ende dennoch vorn zu stehen, haben die Rollis vom LC Cottbus noch längst nicht abgeschrieben, als Kapitän Frank Stoy schmunzelnd sagte: „Wir haben zwar verloren, aber tot sind wir noch lange nicht.

Nach kurzer Pause stand das Spiel der Cottbuser gegen den bisher sieglosen Aufsteiger vom RBC 96 Halle auf dem Spielplan. Alles andere als ein Cottbuser Sieg stand nicht zur Debatte.

Bis zur Halbzeit (33 : 27) passten sich aber unsere Red Rollers dem Hallenser Spiel an, mit 20 : 18 und 13 : 9 waren die Viertelergebnisse recht dürftig. Dass die Cottbuser auch anders können, zeigten sie in der 2. Halbzeit recht eindrucksvoll. Druck auf den Ball wurde zelebriert und die Hallenser förmlich in der eigenen Hälfte eingeschnürt. Mit 51 : 12 wurde ein Halbzeitergebnis erreicht, was sonst für ein ganzes Spiel reichen könnte. Bei noch ein wenig mehr Konzentration wäre an diesem Tag wohl ein dreistelliges Ergebnis nicht ausgeschlossen gewesen. Dieses 84 : 39 baute enorm das Selbstbewusstsein der Red Rollers für künftige Spiele auf, denn die Vergleiche im kommenden Jahr gegen die anderen Vereine werden schwer genug, um dann am letzten Spieltag wiederum in Zwickau um den Staffelsieg zu kämpfen.

Auf Cottbuser Seite erfolgreich waren: Stoy, Frank 28, Stoy, Rene 36, Friedrich 46, Kiethe 6, Zieschow 22

Bericht: Burghard Zimmere.


Cottbuser Red Rollers weiter ungeschlagen

53 : 37-Sieg gegen Dresden Lions und 62 : 56 gegen RSC Berlin

Am Samstag hatten die Rollstuhlbasketballer des LC Cottbus ihre ersten Auswärtsspiele in Freiberg gegen die Gastgeber aus Dresden sowie die Titelfavoriten vom RSC Berlin zu bestreiten. Große gesundheitliche Probleme bei drei der Stammspieler ließen die Prognose auf Siege nicht unbedingt steigen oder begeisternden Basketball erwarten. Dennoch kehren die Red Rollers mit zwei Siegen aus der Fremde nach Hause und verbesserten sich in der Tabelle auf Platz zwei.

Ausschlaggebend war in beiden Spielen jeweils das dritte Viertel, wo alle eingesetzten Spieler große Moral und Kämpferherz zeigten und diese Spielabschnitte sicher für Cottbus gestalten konnten, um anschließend das Ergebnis sicher zu verwalten.

Das lässt für den 10. Dezember ein gutes Spiel um die Tabellenspitze in Zwickau hoffen, den derzeit die Rollis aus Südsachsen belegen.

Auf Cottbuser Seite erfolgreich waren: Schulze 29, Stoy, Frank 18, Stoy, Rene 34, Friedrich 28, Reichardt 6 Punkte.

Bericht: Burghard Zimmer


Cottbuser Red Rollers mit zwei sicheren Siegen

61 : 30-Sieg gegen SG Handicap Berlin 2 und 65 : 45 gegen RSV Eintracht Stahnsdorf


Sehr viel besser hätte die neue Spielsaison für unsere Rollstuhlbasketballer vom LC Cottbus nicht beginnen können, zwei Siege gegen Gegner, die zuvor nicht so richtig einzuschätzen waren, denn beide hatten sich personell verstärkt.

Gegen die SGH Berlin traten die Red Rollers enorm selbstbewusst auf das Spielfeld und machten bereits im ersten Viertel den berühmten Sack zu. 19 : 0 lautete das Viertelergebnis, bevor die Berliner ihre ersten Punkte setzten. Bis zur Halbzeit wurde der Vorsprung auf 37 : 12 ausgebaut. In dieser Phase dominierten vor allem die beiden Cottbuser Center Stefan Schulze und Rene Stoy im Zusammenspiel mit ihrem Aufbauspieler Falk Friedrich das Spiel unter den Körben ebenso gut wie aus dem Rückraum und im Schnellangriff.

Der Pausentee muss dem Team dann aber überhaupt nicht bekommen sein, denn mit zunehmender Spielzeit überlies man die Initiative den Berlinern. Hier versäumten die Red Rollers eindeutig die Chance ihr Korbkonto zu füllen. Hoffentlich rächt sich diese Einstellung nicht am Ende der Saison. Der Endstand von 61 : 30 zeigt nur die Überlegenheit, jedoch nicht die zwei Gesichter der Red Rollers.

Im Vergleich der Gast-Mannschaften des RSV Eintracht Stahnsdorf mit der SG Handicap Berlin gab es nach ausgeglichener 1. Halbzeit (26 : 17) einen klaren Sieg der Stahnsdorfer mit 52 : 39 Punkten.

In dieser Turnierpause diskutierten die Rollis vom LC Cottbus kritisch über ihren Auftritt im ersten Spiel und nahmen sich Besserung vor. Über die Stationen 6 : 0 und 16 : 4 im ersten Viertel kontrollierten sie klar den wesentlich stärkeren Gegner Stahnsdorf dann auch nach Belieben. Zur Halbzeit stand ein 34 : 17-Zwischenergebnis an der Anzeige. Die mahnenden Worte von Trainer Paulo hatten gefruchtet, denn auch das 3. Viertel stand unter Kontrolle der Red Rollers. Mit einem 51 : 26 ging es in die letzten zehn Minuten Spielzeit. Erst als die Zielgrenze von 60 Punkten erreicht war, wechselte Cottbus die Bankspieler ein. In den letzten Minuten hatte zwar Stahnsdorf noch einen 10 : 0-Lauf, aber mit der Schlusssirene warf Stefan Schulze den letzten Korb zum verdienten Endstand von 65 : 45.

Als Fazit beider Spiele ist zu erwähnen, dass sowohl Freiwurfquote und Zuspiele im Angriff verbesserungswürdig sind und in der Verteidigung eine höhere Konzentration über die gesamte Spielzeit aufgebracht werden muss, dann kann man auch optimistisch in die nächsten Vergleiche gehen, die allerdings in auswärtigen Hallen stattfinden.

Erst Ende Januar und Anfang März des kommenden Jahres wird wieder in die Lausitzarena zu Heimturnieren eingeladen.

Auf Cottbuser Seite erfolgreich waren: Schulze 38, Stoy, Frank 23, Stoy, Rene 28, Friedrich 27, Reichardt 6 und Kolkwitz 4 Punkte.

Bericht: Burghard Zimmer


Cottbuser Rollis Zweite im MEYRA-CUP-Finale 2011

Für Amateurmannschaften im Rollstuhlbasketball, also unterhalb der Bundesligen, bedeutet die Teilnahme am Finale des Meyra-Cup`s etwa das Gleiche wie das Erreichen einer deutschen Meisterschaftsendrunde. Sieben Sieger von regionalen Meyra-Cup-Veranstaltungen sowie der ausrichtende Verein RSG Langenhagen/ Hannover trafen sich am vergangenen Wochenende, um den Sieger des 10. Meyra-Cup`s auszuspielen.

In zwei Vierergruppen hatten nur die beiden Gruppenersten die Chance, das Finale zu erreichen. In der Gruppe der Cottbuser Red Rollers waren die Gegner die Achim Lions aus Ostfriesland, die Mainhatten Skywheelers Youngsters aus Frankfurt/M. sowie die Magic Regensburg. Die andere Gruppe setzte sich aus dem Gastgeber RSG Langenhagen, den Stralsund Pirates, den Freiburger Rollis und dem Geheimfavoriten Carinthian Broncos aus Kärnten (Österreich) zusammen.

Nach klaren Siegen gegen Achim (62 : 54) und Frankfurt/M. (43 : 23) ließen unsere Red Rollers den Vergleich gegen Regensburg ruhiger angehen, denn der zweite Platz in der Staffel war ihnen nicht mehr zu nehmen. Also war diese Niederlage mit 35 : 42 zwar vermeidbar, hatte aber keinen Einfluss auf den weiteren Turnierverlauf. Als Gruppenzweiter stand der Vergleich gegen den Ersten der anderen Gruppe, die RSG Langenhagen, noch am Samstagabend an. Nach spannendem Kampf unterlagen hier unsere Rollis mit 44 : 69 Punkten. Dennoch wurden sie für das Finale gesetzt, da die Hausherren mehrere Spieler aus der 2. Bundesliga in ihren Reihen hatten, was nach der Ausschreibung nicht zulässig ist. So spielten sie von Anbeginn außer Konkurrenz.

Damit war am Samstag ein wichtiges Ziel für Cottbus erreicht, denn ohne den Erfolg einer Finalspielteilnahme wollten unsere Red Rollers nicht von diesem Jubiläumsturnier heimkehren. Es war bei der 10. Turnierausrichtung immerhin ihre dritte Teilnahme.

Der Gegner im Finale waren die „Ösis“ des RSV Kärnten, eine kompakt spielende, aber dennoch technisch gut ausgebildete Mannschaft. Somit waren alle Voraussetzungen für einen spannenden Spielablauf gegeben.

Von Anbeginn wogte das Geschehen zwischen den Körben hin und her. Es war schwer, zur Halbzeit eine Prognose über den späteren Sieger zu stellen, denn quasi erst mit dem Halbzeitpfiff fiel das 31 : 27 für die Kärntener. Es war aber bereits hier nicht zu übersehen, dass unsere Rollis innerhalb der Mannschaft ein deutlicheres Leistungsgefälle haben, was in solchen Vergleichen meist nicht zu kompensieren ist. Auch die zweite Halbzeit verlief spannend bis zum Schluss. Unsere Red Rollers konnten den Rückstand jedoch nicht verkürzen, dafür aber bauten die Kärntener ihre Führung kontinuierlich aus. Hinzu traten nach zwei anstrengenden Turniertagen immer öfter auch Konzentrationsprobleme im Wurfabschluss zu Tage. Beide Mannschaften warfen ihre letzten Kraftreserven in den Kampf, aber aus Cottbuser Sicht vergeblich, denn der letzte Wurf ergab den Endstand von 52 : 43 für die Carinthians Broncos aus Kärnten. Erstmals siegte somit ein ausländisches Team bei dieser Traditionsveranstaltung. In den Qualifikationsturnieren nahmen auch weitere Mannschaften aus Österreich, Dänemark, Polen und Slowenien teil, ein gutes Zeichen, dass auch im Behindertensport Europa immer näher zusammen rückt.

Dieser zweite Platz bleibt ein großartiger Erfolg für die Red Rollers des LC Cottbus und lässt für die im Oktober startende Punktspielsaison auch ähnlich spannende Spiele und sportliche Erfolge erwarten.

Bericht: Burghard Zimmer


Cottbuser „Red Rollers“ erreichen das Finale im MEYRA-CUP

Die Rollstuhlbasketballer des LC Cottbus haben am Wochenende ihr Turnier in Senftenberg überzeugend gewonnen und sich damit für das Endturnier im Oktober in Hannover qualifiziert. Dort spielen die acht Sieger der Regionalturniere aus Deutschland und Österreich um den MEYRA-CUP. Damit gehören die „Red Rollers“ erneut zu den besten Mannschaften im Amateurbereich des Rollstuhlbasketballes in der Bundesrepublik.

Das diesjährige Turnier war ein Zusammentreffen von sieben Teams aus Berlin, Leipzig, Halle, Stahnsdorf, Zwickau und Wroclaw, sowie dem Gastgeber LC Cottbus. Durch die erneute Teilnahme der polnischen Sportfreunde verbreitete auch dieses Turnier wiederum ein internationales Flair.

Gut vorbereitet durch Mitarbeiter des Sanitätshauses Dietrich und der Stadtverwaltung Senftenberg verliefen die Auslosung der Ansetzungen und alle 32 Spiele ohne jegliche Beanstandungen. Die Kampfgerichte, auch diesmal durch Sportler der Cottbuser „White Devils“ gestellt, sowie die Schiedsrichtergespanne hatten die Spiele jederzeit gut im Griff. Die Betreuung rund um das Turnier klappte super, für das leibliche Wohl in den Spielpausen, aber auch nach dem Turnier war reichlich gesorgt.

Bei der Auslosung erwischten die Red Rollers die wohl stärkere Dreiergruppe mit den Gegnern des RSC Zwickau und der SGH Berlin, während der heimliche Favorit aus Breslau in einer Gruppe mit Stahnsdorf, Halle und Leipzig gelost wurde. Immerhin hatten die Polen vor zwei Jahren an gleicher Stelle das Turnier gewonnen. Doch in diesem Jahr mussten sie sich den Stahnsdorfern überraschend in der Vorrunde geschlagen geben und zogen somit nur als Gruppenzweiter mit einer Niederlage in das Halbfinale ein.

Dort trafen sie auf die Cottbuser „Red Rollers“ und hielten das Spiel bis in die Schlussphase völlig offen, ehe Cottbus sich am Ende mit 21 : 15 durchsetzen konnte. Das zweite Halbfinale zwischen Stahnsdorf und Zwickau verlief noch spannender, bevor sich Stahnsdorf als Hecht im Karpfenteich erwies und mit 15 : 12 knapp gewann.

Das Spiel um Platz gewannen dann die Zwickau nach großer taktischer, aber auch spielerischer Leistung gegen Breslau mit 40 : 32, bevor der neue Favorit Cottbus gegen den vermeintlichen Außenseiter Stahnsdorf im Finale anzutreten hatte.

Bis zur Halbzeit bemühte sich Cottbus vergeblich, den Gegner vorzeitig in Rückstand zu bringen, immer wieder gelang es den Spielern aus Stahnsdorf, auszugleichen. Der Pausenstand von 23 : 23 ließ eine erneute Überraschung vermuten, doch die Red Rollers legten nach der Pause jegliche Nervositäten ab, standen in der Defense geordnet stabil und im Angriff fielen die Treffer jetzt im Minutentakt. Das Schlussergebnis von 50 : 27 drückte nun die Dominanz deutlich aus, die eigentlich von Anbeginn erwartet worden war.

Fünfter des Turnieres wurde die Mannschaft der SGH Berlin vor den Rising Tigers Leipzig und dem RBC 96 Halle.

Nach der Siegerehrung durch den Bürgermeister Herrn Friedrich ließen sich die Teilnehmer die leckeren Steaks und das eine oder andere Bierchen schmecken, denn ein großes Sport-Event im Rahmen des Senftenberger Stadtfestes war erreicht und alle freuten sich bereits auf ein Wiedersehen in Senftenberg in zwei Jahren.

Bericht: Burghard Zimmer

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